Erlebnisse 2020

Sturmschäden Ursera

PilzDas Sommerende war an verschiedenen Orten von grossen Regenfällen und Stürmen begleitet. So trafen wir am 9.10.20 auch den Weg nach Ursera an der Ecke, wo er zur die Felswand führt, von Bäumen und Steinschlag blockiert. Aber die Arbeit war gegeben und wurde getan. Glück auf!

 

Hauptexkursion:  Samstag 29. August 2020 S-charl/Mot Madlein
Scharl200829(Husu) Leider fiel unsere Exkursion schlussendlich ins Wasser. Am Votrag haben die Unterengadinerfreunde noch ein Seil in den Schacht von  Cuogn Nair eingezogen und waren zuversichtlich. Fünf Unentwegte traffen sich dann doch in Scuol, aber die Strasse nach S-charl war und blieb zu. Bei Kaffee plauderten wir dann noch über die Bergwerke am Mot Madlein und dann bekamen wir noch reichhaltige Infos und Geschichten über Scuol zu hören, bevor wir dann die nasse Rückreise antraten. Die Natur hat wieder eindrücklich ihre Kraft gezeigt und wir mussten uns beugen…. Danke trotzdem, allen die die Exkursion vorbereiteten oder anreisten.

Grillplausch Silberberg Davos
(Husu) Am Samstag 22. August trafen sich die Davoser (BSD) zum Grillplausch. Vor dem Essen durften wir die neue Wasserfassung mit Reservoir, das Pochwerk in Betrieb und die Sanierung des Dalvazzerstollens besichtigen. Die Würste und das Buffet schmeckten wunderbar und zum Kaffee gab es nicht nur feinen Kuchen sondern auch einen heftigen Wolkenbruch dazu. Unter Dach war es aber gemütlich.

Bellaluna im neuen Glanz
(Husu) Am Freitag den 21. August zeigten sich die Mauern der Schmelze  Bellaluna im besten Licht. Die Restauration der Mauerpfeiler und der Rückwand ist wunderbar geglückt.
Ganz herzlichen Dank dem Projektteam und den Sponsoren, sowie den Baufirmen, die zu diesem gelungenen Resultat beigetragen haben. Nun folgen noch die Aufräumarbeiten der Installationen und die Informationstafeln.

Saisoneröffnung des Bergbaumuseums Graubünden

FlyerKristallWelt.odg_v1_0(Husu) Am 16. Juni um 14 Uhr eröffnete das Bergbaumuseums Graubünden die Pforten für die Saison 2020. Es gibt diverse Neuigkeiten. Einerseits hat sich das Museum dem Virus angepasst und so ist der vordere Teil der Eingangstheke nun hinter Plexiglas und der hintere Teil mit einem Türchen abgesperrt, sowie am Boden sind diverse Markierungen.
Ausstellungsmässig fällt das Klappern von zwei Maagmodellen auf, z. B. die Poche. Neu ist die BERGKNAPPEN-Redaktionsstube, sowie ein Haspelaufzug. Diverse topaktuelle Stollenpläne von Bündner-Bergwerken sind zu bewundern und zur Sammlung ist ein wunderschöner Blasebalg dazugekommen. Ein Besuch lohnt sich! Weitere Infos: bergbau-museum.ch

Frontage Ursera
(Husu) Dieses Jahr ist alles etwas anders. Mit dem Virus gab es vorest keine weiteren offiziellen Tätigkeiten. Nun konnten wir kurzfristig am Samstag 13. Juni, Dienstag 23. Juni Sonntag  5. Juli und Dienstag 28. Juli einen Frontag zusammen mit den Freunden der Erzminen Hinterrhein auf Ursera umsetzen. Wir arbeiteten am Ruinen ausjätten und aufräumen in der Hoffnung, dass Baumwurzeln den Mauern nicht noch mehr zusetzen. Danke den Beteiligten für ihren Einsatz! (Bilder GRC, Husu, AW)

44. Vereinsversammlung Freunde des Bergbaus in Graubünden FBG

(JR) Die Versammlung fand am Samstag, 22. Februar 2020 in Thusis dem alten Etappenort an der San Bernardino- und der Splügenroute statt. Die im Hinterrheingebiet abgebauten Erze wurden vor allem zurzeit der englischen Gesellschaft durch das langgezogene Strassendorf transportiert. In der heutigen Zeit ist Thusis immer noch ein Verkehrsknotenpunkt zwischen Rhätischer Bahn RhB und Postauto. Die Nationalstrasse A 13 umfährt das Dorf.
Es war die erste Vereinsversammlung unter dem Präsidium von Hansueli Suter. Zu Beginn freute er sich über die zahlreich erschienenen Mitglieder. Er begrüsste die Neumitglieder, die Delegationen der Partnervereine und der Bergbaufreunde aus dem Unterland.
In einer Schweigeminute gedachte die Versammlung der beiden im letzten Jahr verstorbenen langjährigen Mitglieder Robert Maag (1922-2019) und Walter Good (1932-2019). Beide hatten sich um die Geschicke des FBG oder auch des Bergbaumuseums Graubünden sehr verdient gemacht.
Den Jahresbericht stellte der Präsident mit einer Power-Point-Projektion vor. Elsbeth Rehm, Präsidentin bis vor einem Jahr, wurde vom Vorstand zur Vizepräsidentin gewählt. Im Juni wurden die beiden Frontage auf Ursera geleistet. Auch im Hüttenwerk Flecs-Salouf wurde wacker gearbeitet. Am «Bahnfestival» in Bergün/Bravuogn hatten der FBG und das Bergbaumuseum Graubünden die Gelegenheit, sich zu präsentieren. Ein Höhepunkt war die Exkursion von Ende August zu den Anlagen auf Ursera. Eine grosse Aufgabe war die Zusammenstellung und Gestaltung des BERGKNAPPE Nr. 135, einer Sondernummer über Graubünden.
Jahresrechnung und Budget führten zu keinen Diskussionen. Bei Einnahmen von CHF 19’644.49 und Ausgaben von CHF 21’583.20 resultierte 2019 ein Verlust von CHF 1’938.71. Das Budget für das laufende Jahr rechnet mit Einnahmen von CHF. 19‘450.00 und Ausgaben von CHF 22’250.00 und einem negativen Ergebnis von CHF 2’800.00.  Die Jahresbeiträge bleiben auch im kommenden Jahr in gleicher Höhe.
Die Vizepräsidentin dankte Hans Stäbler für seinen grossen Einsatz in der Schmelze Bellaluna. Die Versammlung applaudierte spontan.
Nach dem gemeinsamen Mittagessen kam dann nach den «trockenen» Traktanden der eigentliche Höhepunkt des Tages, nämlich die Befahrung des Sicherheitsstollens (SISTO) Crapteig an der Nationalstrasse. Das Bundesamt für Strassen ASTRA beschreibt das Bauvorhaben wie folgt: Info ASTRA: A13 Sicherheitstollen Crapteig, Flyer Viamala Sicherheitsstollen.
Ingenieur Berni war etwas erstaunt über den grossen Andrang von über 40 Personen und zwei Kindern. Dann aber gab er einen interessanten und anschaulichen Einblick über das den noch im Bau stehenden Stollen. Der Durchschlag ist noch nicht erfolgt. Es wird in drei Schichten gearbeitet.
Mit zwei Kleinbussen und geländegängigen PWs wurden die Besucher in den Stollen gefahren. Nach dem Abstellen mussten an den Autos alle Fenster geöffnet werden, warum erfuhr man später.  Es ging zu Fuss weiter bis zur Brust. Hier waren zwei Mineure an der Arbeit. Die 3 m tiefen Bohrlöcher waren gesetzt. Die Arbeiter waren mit dem Laden beschäftigt. Der streng riechende Sprengstoff wurde mit Druck eingebracht. Gelbe und rote Sprengkabel wurden zu richtigen Spinnennetzen zusammengebunden. Um die beste Wirkung zu erzielen, musste die Sprengung nach einem genauen Schema ablaufen. Als alles verkabelt war, wurden die ganzen Maschinen zurückgefahren und in geschützten Nischen abgestellt. Auch die Besucher mussten sich in einem seitlichen Durchgang in Sicherheit bringen, denn es wurde geschossen. Gespannt wartete man auf das Kommende. Zuerst gab es eine Sicherheitsinstruktion: im Seitenstollen bleiben und die Ohren schützen. Dann durfte Vizepräsidentin Elsbeth Rehm die drei Knöpfe am Sprenggerät drücken.  Es gab einen gewaltigen CHLAPF! (Knall) und eine rasende Druckwelle. Jetzt war es klar, wieso die Fenster an den Autos geöffnet werden mussten. Der Erfolg des Schusses konnte wegen der Sprenggase nicht besichtigt werden. Aber man konnte sich in etwa vorstellen, was die Vizepräsidentin mit ihrem Druck auf drei kleine Knöpfe angerichtet hatte. Bildbericht Thomas Zollinger, Bildgallerie: Matti Keller:

Auf diesen Seiten finden Sie Berichte über Befahrungen und Besuche von Bergwerksanlagen von Freunden des Bergbaues in Graubünden: (Hauptredaktor JR, Jann Rehm)
Berichte von FBG-Mitgliedern bitte per EMail an FBG.
(Bitte um Verständnis: Es besteht kein Anspruch auf Veröffentlichung)
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Bergbaujahr 2020:


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