Bergmannslieder

Der Gesang hat im Bergbau grosse Tradition:

Steigerlied: Text, weitere Infos

1) Glück auf, Glück auf! Der Steiger kommt,
und er hat sein helles Licht bei der Nacht,
und er hat sein helles Licht bei der Nacht
schon angezündt, schon angezündt.

2) Hat’s angezündt, ’s wirft seinen Schein,
und damit so fahren wir bei der Nacht,
und damit so fahren wir bei der Nacht
ins Bergwerk ein, ins Bergwerk ein.

3) Ins Bergwerk ein, wo die Bergleut‘ sein,
die da graben ja das Silber und das Gold bei der Nacht,
die da graben ja das Silber und das Gold bei der Nacht
aus Felsgestein, aus Felsgestein.

4) Der eine gräbt das Silber, der andere gräbt das Gold.
Und dem schwarzbraunen Mägdelein bei der Nacht,
und dem schwarzbraunen Mägdelein bei der Nacht
dem sein sie hold, dem sein sie hold.

5) Ade, Ade! Herzliebste mein!
Und da drunten in dem tiefen, finstren Schacht bei der Nacht,
und da drunten in dem tiefen, finstren Schacht bei der Nacht,
da denk ich dein, da denk ich dein.

6) Und kehr‘ ich heim zur Liebsten mein,
dann erschallet des Bergmanns Gruß bei der Nacht:
dann erschallet des Bergmanns Gruß bei der Nacht:
Glück auf! Glück aufl Glück auf! Glück auf!

7) Wir Bergleut‘ sein’s, kreuzbrave Leut‘,
denn wir tragen ja das Leder vor dem Arsch bei der Nacht,
denn wir tragen ja das Leder vor dem Arsch bei der Nacht
und saufen Schnaps, und saufen Schnaps!

8) Die letzte Schicht, das glaub ich einfach nicht,
warum steh ich hier jede Nacht am Schacht,
und St. Barbara hält für uns die Wacht,
pass‘ schön auf und auf, Glück auf! Glück auf!

 

St.Barbara-Lied im Bergwerk Gonzen. Das Grubenlied hat Dr. Werner Manz im Januar 1923 in seiner in Bad Ragaz erschienen Schrift: Der Eisenbergbau am Gonzen veröffentlicht:gonzen-frontag-06-06-2009-26

1) Allein sei Gott die Ehre, dem Bergmann Jesu Christ.
Groß‘ Wunder kann man sehen, wie es beschaffen ist

2) Morgens müssen wir früh aufstehn, das Gebet haben wir verricht‘.
Das Grubenglöcklein tuet läuten, dazu sein wir verpflicht‘.

3) Ade, mein liebes Kindlein, wie auch mein liebes Weib.
Die Schicht muß ich erfahren, ich weiß nicht, wo ich bleib‘.

4) Mit Pulver tuen wir schießen, zersprengen das Gestein.
Wie mancher wird blessieret, am Arme oder Bein.

5) Mit Schlägel und mit Eisen verdienen wir das Brot.
Von selbsten sich’s erweiset, viel hundert bleiben’s tot.

6) D’rumm müssen’s wir alle trauern und tragen ein schwarzes Kleid.
Viel größer wird sein die Freude. Wohl in der Ewigkeit.

7) Wenn’s wir ein- und ausfahren, Gott Vater steh‘ uns bei!
Und wenn’s wir ein- und Ausfahren, St. Barbara, steh‘ uns bei!

 

Bergmannslied: Version Gonzen nach der Melodie „Schon wieder tönt’s vom Turme her“,
Film: Knappenchor Bad Bleiberg(A):

1) Schon wieder tönt vom Berg zurück;
des Glöckleins munteres Hallen.
Und jeden ruft’s zu seiner Pflicht;
zur Arbeit lasst uns wallen.
Drum holdes Liebchen, einen Kuss,
versäume nicht den Hochgenuss.
Das ist des Schicksals Lauf;
Glück auf, Glück auf !

2) Und sind wir dann im tiefen Berg,
an unsern Arbeitstätten,
so helfe uns St. Barbara,
dass wir viel Glück auch hätten!
Man hört des Pulvers Donnerhall,
der Meissel und der Bohrer Schall,
der Wagenräder Lauf,
Glück auf, Glück auf !

3) Und sollte uns im tiefen Berg,
das letztes Stündlein schlagen,
so helfe uns der liebe Gott,
das schwere Schicksal tragen!
Drum holdes Liebchen, weine nicht,
den Tod nicht scheu’n ist Bergmannspflicht.
Das ist des Bergmanns Lauf;
Glück auf,Glück auf !

 

Musikethnologische Arbeit:

Songs:
„working on a coal mile“ von lee Dorsey

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